Arztpraxis Dr. med. Martina Bida Fachärztin für Innere Medizin
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Vegetarische  und vegane Kost

 

 

Bei der vegetarischen Kost handelt es sich um eine pflanzlich betonte Kostform,  bei der Fleisch-und Fleischwaren gemieden werden.  Eier und Milchprodukte sind dagegen erlaubt.

Die strenge Form ist die vegane Kost, bei der auf alle tierischen Produkte (auch Honig) verzichtet wird.

 

Medizinische Bewertung der vegetarischen Kost:

es ist nicht sicher erwiesen, dass Vegetarier  weniger an Krankheiten leiden, als diejenigen, die eine gesunde Vollwertkost bevorzugen.

Eine pflanzlich betonte Kost mit wenig Fleisch ist heute die Standardempfehlung der Ernährungs-Fachgesellschaften.

In Deutschland ernähren sich ca. 2 % der Bevölkerung dauerhaft vegetarisch, dennoch hält der  Handel ein breites Sortiment an vegetarischen/veganen Ersatzprodukten vor.

 

Kritische Nährstoffe bei veganer Kost:

 

Vitamin B12: kommt in nennenswerten Mengen nur in tierischen Produkten vor. Deshalb wird  eine regelmäßige Laborkontrolle durch den Hausarzt empfohlen.

 

Calcium: eine ausreichende Zufuhr ist über pflanzliche Lebensmittel möglich. Reich an Calcium sind: Sesam, Brennnessel, Mandeln, Haselnüsse, Sojabohnen, Petersilie.  

 

Eisen: das Eisen in den Pflanzen wird durch unseren Körper schlechter aufgenommen, als in den tierischen Produkten. Vitamin c verbessert diese Verfügbarkeit. D.h. wenn möglich zum Gemüse auch Obst essen.

 

Jod:  Jod kommt als pflanzlicher Wirkstoff praktisch nur im Seetang vor, allerdings da sehr hoch. Die Versorgung über Jodsalz ist nicht ausreichend. Bei Risikopersonen mit einer Schilddrüsenvergrößerung sollten deshalb Jodtabletten zu sich genommen werden.

Zink und Omega3-Fettsäuren  sind bei streng veganer Ernährung ebenfalls kritisch. Bitte sprechen Sie mit ihrem Arzt.

 

Eiweiß: durch rein pflanzliche Ernährung kann der Körper mit ausreichend Aminosäuren (Baustoffe des Eiweißes) versorgt werden. Nahrungsmittel mit  hohem Proteingehalt sind:

Soja, Sonnenblumenkerne, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Kichererbsen.

 

Omega3-Fettsäuren: sind besonders reich in Walnüssen und Leinöl, aber auch in Leinsamen, Sojabohnen und Tofu enthalten. Gleichzeitig sollten Sonnenblumenöl und Maiskeimöl wegen der erhöhten Linolsäure Aufnahme gemieden werden (frittierte Produkte und Backwaren).

 

Dieser Beitrag ist auf keinen Fall vollständig. Falls Sie eine vegetarische Kost bevorzugen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Dieser kann Ihnen genaue Hinweise zur Ernährung geben.

 

 

 

 

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© Martina Bida