Arztpraxis Dr. med. Martina Bida Fachärztin für Innere Medizin
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Nahrungsmittelallergien - und Unverträglichkeiten

 

Manche Menschen reagieren trotz gesunder Koste auf Nahrungsmittel mit Bauchschmerzen, Schwellungen im Mundbereich, Quaddeln am ganzen Körper, Blutdruckabfall und Durchfall. Die Symptome können auch gleichzeitig auftreten.

Ursache kann eine Nahrungsmittelallergie oder –Intoleranz sein.

 

Allergien: Ursache ist eine Überreaktion des Immunsystems, das gegen das Nahrungsmittel Antikörper bildet. Sie sind gegen körperfremde Eiweiße gerichtet. Dabei wird Histamin freigesetzt, das die o.g. Symptome hervorruft. Die Reaktion setzt sehr schnell ein.

Bei Kleinkindern sind es meist Kuhmilch, Hühnerei  oder Erdnüsse.

Bei Erwachsenen  besteht meist eine Kreuzreaktion zwischen Pollen  und Obst-oder Gemüsesorten.

Bei starke Reaktionen wie Atemnot hilft nur,  entsprechende Nahrungsmittel wegzulassen.

 

Nahrungsmittelintoleranz oder Unverträglichkeit  haben andere Ursachen. Es sind Stoffwechselstörungen.

Das gilt bei Histamin, Laktose und  Fruktose.

 

Histamin entsteht bei der Reifung von Lebensmitteln, es wird im Darm durch ein Enzym, DAO abgebaut. Mangelt es an diesem Enzym, reichert sich Histamin an und führt zu den o.g. Symptomen.

 

Auch Laktoseintoleranz hat einen Enzymmangel, wobei Laktose unverdaut in

den Darm gelangt und Koliken und Durchfall verursacht.

 

Bei der Fruktoseintoleranz ist die Aufnahme des Fruchtzuckers gestört. Es entstehen

Blähungen und Durchfälle.

 

Zöliakie oder Sprue  wird durch eine Unverträglichkeit gegen das Klebereiweiß Gluten

(im Weizen vorkommend) hervorgerufen. Glutenhaltige Lebensmittel sind unbedingt zu

meiden.

 

 

Vorkommen  der wichtigsten 4  Lebensmittel:

 

 

  1. Fruktose
    Obst. Säfte, Marmeladen, Honig, Süßmittel, Kohl, Möhren, Fruchtjoghurts, Müsliriegel, Limonaden, Cola, Pflaumen, Aromen, Konserven.
    Alternative: Aubergine, Mais, Rosenkohl. Fenchel, Kartoffel, Kürbis, Banane, Clementine, Rettich, Spinat.
  2. Gluten
    Suppen, gebundene Soßen, Brot, Brötchen, Pizza, Nudeln, Semmelknödel, Pommes, Kroketten, Kartoffelpuffer, Wurst, Würstchen, Nuss-Nougat-Creme, Chips.
    Alternative: H-und Frischmilch, gereifte Käsesorten, frisches Fleisch, Meeresfrüchte, Mais. Soja, Hirse.
  3. Histamin
    Hartkäse, Fisch, Schalentiere, geräuchertes Fleisch, Rotwein, Salami, Hülsenfrüchte, Sauerkraut, Fertiggerichte, Sojaprodukte, Hefe, Bierhefe, schwarzer Tee.
    Alternative: Frischkäse, frisches Fleisch, fangfrischer Fisch, frisches Obst, frisches Gemüse.
  4. Laktose
    Milchprodukte, Kakao, Backwaren, Pudding, Fertiggerichte, Tiefkühlgerichte, Flammkuchen, Kondensmilch, Latte Macchiato, Käsekuchen, Würzmischungen.
    Alternative: Obst, Gemüse, Fleisch , Fisch, Hülsenfrüchte, Soja, Laktosefreie Milchprodukte

 

Kreuzallergie

 

Baumpollen enthalten Eiweiße, die  denen von Obst und Gemüse ähneln, daher kann das Immunsystem sie nicht unterscheiden.

Pollenallergiker haben meistens auch eine Allergie auf Lebensmittel.

 

Pollen

Kreuzallergene Lebensmittel

 

Bäume: Birke Erle

Apfel, Birne Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Maracuja, Brombeere, + Nüsse, besonders Haselnuss

Sellerie, Karotte, Kartoffel, Gurke Knoblauch

Anis Muskat

Getreide/Gräser: Roggen Sauerampfer

Bohnen Erbsen .Linsen Erdnüsse, Soja , Kartoffel, Mangold, Tomaten , Spinat,

Honig- bzw Wassermelone, Kiwi, Mango, Papaya

Kräuter: Beifuß ,Kamille

Anis, Artischocke, Basilikum, Curry, Dill, Estragon, Fenchel, Karotte, Knollensellerie, Kohlrabi. Kümmel, Majoran, Muskatnuss, Oregano, Paprika, Petersilie, Pfeffer, Sonnenblumenkerne

 

Wie testet der Arzt??

 

  • Pricktest. Ein Hauttest, bei dem die Testsubstanzen unter die Haut gespritzt werden, die   gängigste Methode
  • Blut-Test : Blut wird auf Antikörper untersucht
  • Provokationstest: kleine Mengen des verdächtigen Nahrungsmittels werden eingenommen, ist mit Risiko verbunden, nur unter ärztlicher Aufsicht

 

Intoleranzteste

 

  • Histamintest: Bluttest oder durch Eliminations-Diät, bei der die histaminreichen  Lebensmittel weggelassen werden
  • H2 Atemtest: für Laktose und Fruktose-Intoleranz, In der Atemluft des Pat. wird Wasserstoff gemessen, der von den Bakterien produziert wird
  • Zöliaki-Test: Bluttest, bei dem Antikörper auf Gliadin ( Glutenbestandteile ) und Transglutaminase  getestet werden .Manchmal wird auch eine  Gewebeprobe aus dem Dünndarm entnommen.

 

 

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© Martina Bida